Recht auf Arbeit und Asyl

Asylsuchende dürfen in der Regel nicht arbeiten.

Innerhalb der ersten drei Monate nach Asylantragstellung unterliegen Asylsuchende einem Beschäftigungsverbot. Erst danach können sie theoretisch eine Beschäftigungsbewilligung erhalten. Dies ist in der Praxis für Asylsuchende jedoch nahezu unmöglich, da sie auch dann lediglich als ErntehelferInnen oder als Saisonarbeitskräfte arbeiten dürfen.1)

Eine Arbeitsbewilligung bekommen sie nur über Antrag durch den Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin (so genannter Kontingentplatz) und ist maximal für 12 Monate gültig. Ein Wechsel des Arbeitsplatzes ist nur mit einer neuen Bewilligung möglich. Eine durchgehende Beschäftigung mit Saisonarbeit ist nicht erlaubt. Durch Saisonarbeit entsteht kein Anspruch auf einen Aufenthaltstitel.2)

Quellen:

1)  UNHCR, 14.6.2011: Siehe: http://www.unhcr.de/presse/artikel/44c66578cbcdf8734d6e841340747c5e/unhcr-studie-belegt-wenig-wissen-dafuer-viele-vorurteile-gegen.html
2) Amnesty International Österreich; Vortrag Mag. Becker, Caritas Steiermark, 28.10.2011, Grazer Refugee Law Clinic

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Amnesty International Graz Aktivismus Gruppe